Spürbar echt.
Lass die Maske draußen.
Hier gibt es keine falschen Versprechen – nur den Raum,
den du jetzt gerade brauchst.
Ich spüre, was du eigentlich sagen willst.
Schön, dass du da bist.
Sagen wir es, wie es ist:
Ich bin eine von denen, die schon im Kindergarten wussten, wie es der Kindergärtnerin wirklich geht – bevor sie auch nur versuchen konnte, ihr Lächeln aufzusetzen.
Man nennt das heute ‘hochsensibel’ oder ‘feinfühlig’.
Ich nenne es: Die Welt ohne Filter.
Lange Zeit dachte ich, mir fehlt eine Schutzschicht oder der passende Dimmer-Schalter, um so wunderbar oberflächlich durch den Alltag zu marschieren wie alle anderen.
Aber genau diese
‘fehlende Schicht’ ist heute das, was mich ausmacht.
Ich spüre die Zwischentöne,
die Fassaden und das, was du eigentlich sagen willst, auch wenn du gerade nur schweigst.
Bei mir musst du nicht erst mühsam Worte für dein Chaos finden – ich verstehe das ‘Rauschen in deinem Kopf’ auch ohne Untertitel.
Starksein ist oft nur eine verdammt anstrengende Lüge.
Ehrlich gesagt: Es ist oft gar nicht der riesige Berg an Problemen, der dich fertig macht. Es ist dieses beschissene Gefühl, dass du da ganz allein durchmusst – und dass der Ort, an dem du gerade feststeckst, sich alles andere als sicher anfühlt.
Wir haben alle gelernt, dass wir alles alleine schaffen müssen. Dass Stärke bedeutet, den Karren so lange selbst zu ziehen, bis die Räder abfallen.
Aber die Wahrheit ist: Den Starken zu spielen, während man innerlich eigentlich nur noch laut schreien will, ist kein Mut – du machst dich damit nur selbst kaputt.
Vergiss mal kurz, was da draußen von dir erwartet wird. Es ist völlig okay, diese Dauerspannung auf Pause zu drücken. Es ist keine Schande, wenn du gerade nicht mehr weiterweißt. Im Gegenteil: Es braucht viel mehr Eier, sich einzugestehen, dass man die Last mal absetzen muss, anstatt stur weiterzumachen, bis gar nichts mehr geht.
Vorsicht vor den großen Versprechen und kleinen Wahrheiten.
Ich weiß, wie groß der Wunsch ist, dann einfach irgendwo anzukommen. Aber genau in diesem Moment bist du am verletzlichsten. Und deshalb sage ich dir: Pass verdammt gut auf, wem du dich anvertraust. Ich habe in dieser ganzen Coaching- und ‘Heiler-Szene’ Dinge erlebt, die mich bis heute fassungslos machen.
Da spielen sich Leute als die großen Wissenden auf, die eigentlich überhaupt keinen Plan haben, was sie da tun. Dort wird deine Verletzlichkeit nicht geschützt, sondern mit Füßen getreten. Ich habe so oft gesehen, wie diese Leute das genaue Gegenteil von dem
'Licht und Liebe'-Gefasel leben, das sie nach außen hin predigen.
Es macht mich wütend, wie Grenzen rücksichtslos überrannt werden – von selbsternannten Profis, denen jedes Gefühl dafür fehlt, welche Verantwortung sie eigentlich für ihre Methoden, ihre Versprechen und ihr eigenes Verhalten tragen.
Und bitte, sei vorsichtig bei dieser ganzen ‘spirituellen Schuldumkehr’. Da werden Konzepte wie Seelenpläne oder Dualseelen missbraucht, um dir einzureden, deine Seele hätte sich das Leid so ausgesucht oder du müsstest durch den Schmerz wachsen. Manche behaupten sogar, deine schwere Zeit sei ‘schlechtes Karma’, das du jetzt eben abtragen musst.
Ganz ehrlich?
Das ist gefährlich.
Solche Sprüche sind oft nur billige Ausreden, um Machtspiele zu rechtfertigen und dich klein zu halten.
Hinter diesen glänzenden Fassaden bin ich einer Kälte begegnet, die mich schaudern lässt. Da wird deine Not schamlos benutzt, um das eigene Ego zu füttern, oder sich einfach nur die Taschen vollzumachen. Wehe, du fängst an, diese haltlosen Versprechen kritisch zu hinterfragen oder folgst nicht blind – dann schlägt die Stimmung sofort in Aggression um.
Das ist für mich das Allerletzte. Es ist ein Schlag ins Gesicht für jeden, der gerade wirklich Hilfe braucht. Es ist einfach nur respektlos gegenüber deiner Geschichte und dem Vertrauen, das du jemandem schenkst.
Du musst nicht erst ‘ganz’ werden – du bist es schon.
Ich sag dir das so deutlich, weil ich einen ganz anderen Weg gehe: Bei mir gibt es kein Von-oben-herab und erst recht keine Schuldumkehr.
Ich schiebe dir keine Verantwortung für das zu, was andere dir angetan haben. Hier bei mir geht es darum, dich zu entlasten, statt dir noch mehr Schuldgefühle aufzudrücken.
Genau deshalb ist mir ein wirklich geschützter Raum so heilig. Ich stehe dir so zur Seite, wie ich es mir damals in meinen eigenen dunkelsten Momenten gewünscht hätte: ohne Maske, ohne Urteil und ohne Druck.
Was ich dir anbiete, ist kein fertiger ‘Fünf-Schritte-Plan’ und kein glitzerndes Versprechen. Es ist einfach die Sicherheit, dass du mit all deiner Tiefe endlich nicht mehr allein bist.
In dem Moment, in dem du merkst, dass dich jemand wirklich versteht und hält, darfst du endlich mal tief durchatmen und dich fallen lassen.
Die ganze Anspannung in dir darf endlich weich werden. Ich bleibe als Anker an deiner Seite – egal, wie sehr es in dir gerade stürmt. Es gibt kein Gefühl und keinen Abgrund, vor dem ich Angst hätte.
Wir werden hier nichts ‘reparieren‘ – denn du bist
nicht kaputt.
Ich halte den Raum für dich so lange, bis du wieder festen Boden unter den Füßen spürst und die Kraft findest, selbst weiterzugehen.